Unsere Region sichert ihre nachhaltige EnergiezukunftUnsere Region sichert ihre nachhaltige Energiezukunft

Unsere Region sichert ihre nachhaltige Energiezukunft

Energieplan Brig-Aletsch-Goms

13 Oberwalliser Gemeinden starten in die gemeinsame Energiezukunft

2020 haben die Gemeinden der Energieregion Brig-Aletsch-Goms die Energiezukunft eingeläutet. Mit dem Energieplan wollen die Gemeinden Bellwald, Bettmeralp, Bister, Bitsch, Brig-Glis, Gondo-Zwischbergen, Grengiols, Mörel-Filet, Naters, Ried-Brig, Riederalp, Simplon und Termen eine gemeinsame Vision verfolgen: nachhaltige Energieversorgung mit lokaler Wertschöpfung. Damit fördert der Energieplan die Region und hilft zugleich, die Ziele der kantonalen Energiestrategie des Kantons Wallis und der Energiestrategie 2050 des Bundes zu erreichen.

Fakten und Zahlen der 13 Energieplan-Gemeinden

4 von 10 Gebäude

heizen mit Öl

temperature-up

3 von 10 Gebäude in der Region nutzen noch immer klassische Elektroheizungen

30'000 Einwohner

verteilt auf 570 km² in der Region Brig-Aletsch-Goms

1/3

der Gemeinden heizen einzelne Quartiere mit Fernwärme aus erneuerbaren Energien

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3 Tonnen CO2 werden in der Region pro Person und Jahr fürs Heizen und Warmwasser verbraucht

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Das entspricht 15'000 km mit dem Auto

Wir leben und arbeiten im Höhenbereich von

673 - 1'970 m ü. M.

tram

Energieregion Brig-Aletsch-Goms

93%

des Stromverbrauchs in der Region ist erneuerbar (Wasser- und Sonnenstrom)

plug

nur 3%

des Potentials wird ausgenutzt

sun

mit Sonne Strom zu produzieren

Wie der Energieplan die Energiezukunft unserer Region sichert

Wer grosse Herausforderungen meistern will, muss grösser denken. Deshalb wollen die Gemeinden der Energieregion Brig-Aletsch-Goms gemeinsam ihre Energiezukunft sichern. Der Energieplan hat zum Ziel, die Strom- und Wärmeversorgung der Region zu analysieren und die Potenziale der Nutzung von erneuerbaren Energien, Abwärme und Energieeffizienz zu kennen. Der Energieplan definiert Energieziele für die Region, die sich an der kantonalen und nationalen Energiestrategie orientieren, und entwickelt konkrete Massnahmen, mit denen die Strom- und Wärmeversorgung in Zukunft definiert werden.

Das spricht für den Energieplan:

1. Fundiert und fokussiert

Der Energieplan ist fundiert, denn er basiert auf einer umfassenden Potenzialstudie, und er konzentriert sich auf regionale Wertschöpfung.

2. Koordiniert und effizient

Der Energieplan hilft Gemeinden, Ressourcen zu sparen, indem sie Massnahmen koordinieren und nach Möglichkeit gemeinsam realisieren. Auch bei den kommunalen Energierichtplänen dient er als Grundlage.

3. Informativ und aktuell

Der Energieplan hilft der Bevölkerung, sich über alle geplanten und aktuellen Massnahmen zu informieren. Ausserdem macht er die regionale Energiepolitik und die Energiezukunft verständlich.

Der Energieplan umfasst Massnahmen in drei Bereichen:

Infrastruktur verbessern

Eine erneuerbare Energieversorgung setzt voraus, dass wir Energie effizienter einsetzen. Infrastrukturmassnahmen steigern die Effizienz des gesamten Energiesystems.

Beispiele: Neubau von Energieanlagen, Erweiterung von Wärmenetzen, Vorgabe für Energieträger bei der Raumplanung.

Bevölkerung sensibilisieren

Die Energiezukunft betrifft uns alle. Informationsveranstaltungen helfen bei der Beratung und Sensibilisierung und ermöglichen es, Bevölkerung und Unternehmer in Projekte des Energieplans einzubeziehen.

Beispiele: regelmässige öffentliche Infoabende in allen Regionen, Sensibilisierung in Schulen, Flyer für die Bevölkerung.

Anreize schaffen

Je mehr mitmachen, desto eher gelingt der Energieplan. Anreize und Förderprogramme sollen die Rahmenbedingungen verbessern, um den Energiehaushalt zu optimieren und Energie nachhaltig zu nutzen.

Beispielweise: über-/kommunale Förder-Reglemente, welche über die Förderprogramme von Bund und Kanton hinausgehen.

Diese Projekte sind schon heute Teil des Energieplans:

So geht der Energieplan vor

Damit der Energieplan seine Vision einer regionalen und nachhaltigen Energieversorgung erreichen kann, benötigt er ein solides Fundament. Zunächst sammelt er deshalb möglichst detaillierte Daten über den energetischen Ist-Zustand und die Energiepotenziale von allen 13 Gemeinden. Im Abgleich mit den einzelnen Gemeinden entsteht schliesslich eine Potenzialstudie, die ein vollständiges Bild über den Zustand der Energieregion gibt. Sie gibt zudem die Richtung für die konkreten Massnahmen vor: Wo ist der Handlungsbedarf am grössten, wo die Potenziale? Die einzelnen Massnahmen werden zwischen den Gemeinden abgestimmt entwickelt. Wo der Energieplan gerade steht und welche Massnahmen und Projekte geplant oder bereits umgesetzt sind, informiert das Projektteam in regelmässigen Abständen und auf verschiedenen Kanälen – so zum Beispiel hier.